In vier Keynote-Reden werden die Kernkonzepte einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Stadt- und Destinationsentwicklung vorgestellt. Thematisiert werden vor allem unternehmerische Ökosysteme, ein integratives Management von Lebensraum, Standort und Destination, globale Megatrends sowie Tourismustrends auf Betriebs- und Destinationsebene.

 

 

 

„Standort und Destination: Unternehmerische Ökosysteme als Perspektive?“
Prof. Dr. Harald Pechlaner, Lehrstuhl Tourismus, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Durch ihre innovativen Aktivitäten, Lebensweisen und Netzwerke bereichern UnternehmerInnen nicht nur ihre wirtschaftliche, sondern auch ihre gesellschaftliche und kulturelle Umgebung. Konzepte wie Co-Working und Co-Experience intensivieren die Begegnung zwischen lokaler Bevölkerung und Gästen und schaffen zugleich neue, diverse Angebote im Tourismus- und Freizeitsektor. Es kann beobachtet werden, dass etablierte und junge Unternehmen nach neuen Wegen der Innovation suchen. Die Integration solch engagierten Unternehmertums im urbanen und ländlichen Raum kann zur Entwicklung einer lebhaften Startup-Szene führen, in deren Umfeld sich in der Folge verschiedene Dienstleister, Institute und Unternehmen ansiedeln. Diese sogenannten unternehmerischen Ökosysteme sind aufgrund ihrer Dynamiken und Kreativität ein wesentlicher Treiber der Standort- und Destinationsentwicklung.

„Integratives Standortmanagement als Perspektive für Destinationen“
Prof. Dr. Thomas Bieger, Universität St. Gallen

Destinationen und Destinationsmanagementorganisationen sind auf die Optimierung von touristischen Produkten und die Gewinnung von Touristen ausgerichtet. Immer häufiger überlagern sich jedoch touristische und residentielle, aber auch übrige wirtschaftliche Tätigkeiten mit Exportcharakter. Gleichzeitig werden Synergien im Standortmanagement und –marketing für alle exportorientierten Aktivitäten im internationalen Standortwettbewerb verlangt. Der Vortrag zeigt Chancen und Spannungsfelder bei einer Entwicklung von Destinationsmanagement zu einem Integrierten Standortmanagement sowie konkrete Umsetzungsansätze auf.

„Globale Trends als Rahmen für die Regionalentwicklung“
Matthias Rumpf (OECD Berlin)

Demografischer Wandel, Digitalisierung und Klimaschutz werden Wirtschaft und Gesellschaft in den kommenden Jahren erheblich verändern. Wie werden wir morgen arbeiten? Wie eine gute Gesundheitsversorgung gewährleisten? Was bedeutet Klimaneutralität für das Verhältnis zwischen Stadt und Land? Auf Basis globaler Trends soll der Rahmen für eine Regionalpolitik abgesteckt werden, die wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität im Blick hat.

„Comm(on)unity and the New Paradigm: Destinations in Balance“
Prof. Terry Stevens (Steven & Associates, Wales) (ENG)

As we merge into the post-COVID world of tourism, we must stop talking about the ‘new normal’. We must plan for the ‘new extraordinary’. We have identified ten paradigm shifts affecting tourism that will impact greatly on the way businesses and destinations are developed and managed. These changes will challenge many aspects of traditional thinking.

© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

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